Der Adoptionsablauf

Jeder Hund hat einen Ansprechpartner, der Vermittlungshilfe für diesen Hund leistet. Das jeweilige Teammitglied ist in der Beschreibung des Hundes genannt.

Bitte wenden Sie sich bei Interesse an einem unserer Hunde an dieses Teammitglied.

Wir alle stehen natürlich gerne mit Rat und Tat zur Verfügung. An der jeweiligen Beschreibung erkennt man, wo sich der Hund zur Zeit befindet.

Die Hunde, die bereits in Deutschland sind, können nach Absprache gerne besucht werden. Vor Ort kann man dann direkt mit der Pflegestelle offene Fragen zum Hund klären. Für den weiteren Ablauf ist jedoch ausschließlich der Ansprechpartner des Hundes zuständig.

Bei den Hunden, die noch in Rumänien sind, stehen wir in engem Kontakt mit den Vermittlern in Rumänien. Sollten Sie Fragen zum Hund haben, die wir nicht beantworten können, fragen wir direkt vor Ort an.

Wir helfen, Menschen zu finden, die den Hunden ein schönes für immer Zuhause geben. Nur so dürfen die Hunde nach Deutschland reisen.

Wir benötigen zunächst einen Haltungsbogen (Fragebogen für Adoptanten) von Ihnen mit allgemeinen Fragen zu Ihnen und Ihrem Umfeld. Danach wird eine Vorkontrolle bei Ihnen gemacht, damit wir einen Eindruck von Ihnen und Ihren Lebensumständen erhalten.


Vorkontrolle / Reservierung

Da uns die Hunde sehr am Herzen liegen, bemühen wir uns, für sie ein gutes und passendes Zuhause zu finden. Dazu gehört nach unserem Verständnis eine so genannte Vorkontrolle. Die Vorkontrollen werden von unserem Teammitglied Krystin koordiniert, die Ihnen bei Fragen hierzu gerne zur Verfügung steht.

Keine Sorge - wir fallen nicht bei Ihnen ein und räumen Ihnen die Schränke leer oder stöbern sämtliche Räume durch!
Uns geht es vielmehr darum, unsere neuen Hundebesitzer und damit auch das neue Heim unseres Schützlings kennen zu lernen. Bei einem gemeinsamen Gespräch können dann auch viele Fragen zum neuen Familienmitglied beantwortet werden.
Nach einer positiven Vorkontrolle reservieren wir den Hund für Sie.

Haben Sie sich für eine Adoption entschieden und war die Vorkontrolle positiv, bekommen Sie den Schutzvertrag per Email zugesendet ( evtl. auch im Spamordner), damit Sie den Vertrag in Ruhe lesen können. Wir weisen darauf hin, dass wir keine Änderungen an diesem Vertrag vornehmen!

Die Schutzgebühr (die Höhe liegt daran, ob der Hund kastriert ist oder nicht, ob der Hund in einer Pension untergebracht war, etc. ) bringen Sie dann zur Abholung mit.

Ca. eine Woche vor Ankunft der Hunde richten wir einen „Transport“-Whatsapp Chat ein, in dem alle Adoptanten, alle Pflegestellen und natürlich wir hier vor Ort vertreten sind.

Zweck ist die Informationsweitergabe. Meist chatten auch die Adoptanten schon miteinander, da die Spannung und die Vorfreude natürlich groß ist.

Bei Facebook haben wir zudem eine Gruppe "Glückspilze der Hundehilfe NRW" eingerichtet. Dort können Bilder von den Hunden gepostet werden, denn wir freuen uns immer über Bilder und Berichte von unseren ehemaligen Schützlingen.
Das gibt uns die Kraft, diese Arbeit zu machen und belohnt uns für alle Mühen.


Schutzvertrag

Die Hunde werden prinzipiell mit einem Tierschutzvertrag abgegeben.
Das heißt, es gibt bestimmte Vertragsklauseln, die gewährleisten sollen, dass dem Tier kein Schaden zugefügt wird. Unter anderem enthält der Vertrag Bestimmungen wie: Mit dem Tier darf nicht gezüchtet werden, das Tier darf nicht im Zwinger gehalten werden, das Tier darf ohne unsere Zustimmung nicht weiter gegeben werden etc. Diese Klauseln werden nicht geändert! Wir weisen darauf hin, dass auch der Haltungsbogen Bestandteil dieses Vertages wird.
Damit wollen wir sicherstellen, dass es dem Hund gut geht.

Den Schutzvertrag erhalten Sie vorab per Email. Mit Unterzeichnung des Schutzvertrages sind sie auch vor dem Gesetz der Eigentümer des Tieres und in vollem Umfang verantwortlich.

Es ist daher ratsam, zumindest eine Haftpflichtversicherung für den Hund abzuschließen. Zudem ist es in Deutschland Pflicht, den Hund steuerlich anzumelden. Je nach Größe des Hundes ist eine Sachkundeprüfung notwendig, bitte informieren Sie sich in Ihrer Stadt/Gemeinde.

Mit Abgabe des Hundes wird die Verantwortung, den Hund ordnungsgemäß zu melden und zu versichern, sowie das Vorliegen der notwendigen Prüfungen, an die Adoptanten übertragen.

Mit dem Schutzvertrag erhält der neue Besitzer des Tieres auch den EU-Heimtierausweis, in dem alle erforderlichen Impfungen eingetragen sind, sowie eine aktuelle Bescheinigung des Tierarztes über das Blutbild (im Hinblick auf Mittelmeerkrankheiten) des Tieres.

Wir, als Tierschützer, können KEINE Garantie übernehmen, dass der Hund zukünftig ohne gesundheitliche Makel bleiben wird.

Bei südländischen Hunden besteht zB. ein Leben lang das Risiko das Mittelmeerkrankheiten auftreten. Werden sie rechtzeitig bemerkt, sind sie im Normalfall gut zu behandeln. Bei Hunden aus Rumänien kommt meist nur Leishmaniose vor, deshalb werden unsere Hunde vor Ort schon getestet.
Allerdings sollten die Hunde nach 6 Monaten in Deutschland erneut getestet werden.
Weitere Infos über Mittelmeerkrankheiten finden Sie im Downloadbereich.


Schutzgebühr

Die Schutzgebühr beträgt 350€ für kastrierte Hunde und 300€ für nicht kastrierte Hunde. Damit wird der Tierarzt, die Impfungen, das Chippen inkl. EU Heimtierausweis, die Parasitenbehandlung, eine eventuelle Unterbringung in einen Pension und die Versorgung der Hunde vor Ort sichergestellt sowie der Transport nach Deutschland finanziert.

Hunde, die sich bereits in Deutschland befinden, haben u.U. eine höhere Schutzgebühr, da hier noch Unterbringungskosten, meist Tierarzt und Versicherung anfallen.

Pflegestelle oder Endstelle – Zahlungsmöglichkeiten

Endstelle (ES): Endstelle bedeutet, dass Sie den Hund direkt adoptieren und sie nun die Hundehalter sind. Die Zahlung der Schutzgebühr ist unmittelbar bei Übergabe des Hundes fällig. Sollten Sie sich für einen Hund entschieden haben, der bereits auf einer Pflegestelle in Deutschland ist, zahlen Sie die Schutzgebühr vorweg per Paypal oder Überweisung. Alternativ können Sie die Gebühr bei einem unserer Vereinsmitglieder persönlich vorweg bezahlen. In jedem Fall ist eine Zahlung vor bzw. bei Übergabe fällig

Pflegestelle mit Übernahmeoption (PSÜ): Sie sind sich nicht sicher, ob ein Hund das richtige für Sie ist? Sie möchten den Hund erst kennenlernen bevor Sie entscheiden, ob er dauerhaft bleibt? Dann ist diese Option vielleicht die Richtige für Sie. Die ersten zwei Wochen ist der Hund für Vermittlungen gesperrt. In der Zeit können Sie den Hund kennenlernen. Die Schutzgebühr wird bei Abholung des Hundes fällig. Sollten Sie den Hund nicht behalten wollen, geht er zurück in die Vermittlung, bleibt jedoch bis dahin bei Ihnen in Pflege.

Pflegestelle (PS): Eine Pflegestelle kommt lediglich für die Futterkosten für den Hund auf. Jeder Pflegehund ist über die Haftpflichtversicherung des Vereins versichert. Im Falle von Tierarztbesuchen, ist der Verein vorher zu informieren. Der Ansprechpartner teilt Ihnen mit, ob es einen Vertragstierarzt in Ihrer Nähe gibt. Wichtig ist hierbei, dass die Rechnung IMMER auf den Verein ausgestellt ist, ansonsten ist eine Kostenübernahme durch uns NICHT MÖGLICH!

Ratenzahlungen: Grundsätzlich gilt, dass wir keine Ratenzahlungen vereinbaren. Wir gehen bei jedem Hund in Vorkasse und benötigen die Schutzgebühr dringend um die nächsten Hunde damit Retten zu können. Die Anschaffung eines Hundes ist mit Kosten verbunden. Sie benötigen ja nicht nur den Hund. Es fehlt noch Schlafplatz, Leine, Halsband, Spielzeug, Futter, Napf, Versicherung, Steuer usw. usw. Jederzeit kann ein Hund krank werden und hohe Tierarztkosten verursachen. Seien Sie sich dessen bewusst. Ein Hund ist nicht nur Hobby und Freude, sondern auch eine große Verantwortung und ein großer Kostenfaktor. Wir möchten natürlich, dass unsere Hunde im Ernstfall gut versorgt werden können. Nicht jeder ist jedoch finanziell so gut gestellt, dass er sich das alles auf einem Schlag leisten kann. Daher möchten wir sie bitten, sich zunächst die Schutzgebühr und die weiteren Anschaffungskosten anzusparen, bevor sie sich nach einem Hund umsehen.


§ 11 Tierschutzgesetz

Wir haben die behördliche Genehmigung, gemäß § 11 Tierschutzgesetz arbeiten zu dürfen!                                                    11er

Was bedeutet das?

Die Erlaubnis hat für Tierschutzorganisationen und Vereine die Transparenz vor der Behörde zur Folge. Auch müssen die verantworlichen Personen, in unserem Fall Iris Reimer, über die notwendige Sachkunde verfügen und die Zuverlässigkeit nachweisen. Ebenso muss eine solide finanzielle Grundlage der Tierschutzeinrichtung vorliegen.

Die Erlaubnis nach § 11 TierSchG ist KEIN "amtliches Gütesiegel" oder "Zertifizierung", sondern bescheinigt das Vorhandensein von ausreichenden, fachlichen Kenntnissen und Fähigkeiten, sowie die erforderliche Zuverlässigkeit. Je nach Art der Tätigkeiten wird die Erlaubnis oftmals mit zahlreichen tierschutzrechtlichen aber auch tierseuchenrechtlichen Auflagen sowie Nebenbestimmungen erteilt.

Weitere Informationen zur Erlaubnis nach § 11 TierSchG findet man hier


Futter

Oft wird die Frage gestellt, welches Futter die Hunde in Rumänien bekommen, weil allgemein bekannt ist, dass eine Futterumstellung sanft und Schritt für Schritt von statten gehen sollte.

Die Situation im Tierheim ist so, dass auch das Hundefutter von Spenden abhängig ist. In der Regel bekommen die Hunde täglich Trockenfutter, die Sorten wechseln hier ständig, so dass die Fütterung hier in Deutschland nicht optimal übernommen werden kann.

Wir empfehlen am Anfang kein zu gehaltvolles Futter zu geben, da die Mägen das meist nicht verarbeiten können. Lieber langsam auf gutes Futter umstellen.
Meist dauert es nicht lange, bis die Hunde sich an die deutschen Marken gewöhnt haben und die Futterumstellung macht sich gar nicht bemerkbar.

In den ersten Tagen kann es trotz aller Vorsicht, bedingt durch den Stress und die Umstellung, doch zu Durchfall kommen!
Das ist normal und noch nicht beunruhigend und legt sich in der Regel nach ein paar Tagen.
Kommt Erbrechen, Fieber, Appetitlosigkeit oder Apathie hinzu, suchen Sie bitte unbedingt einen Tierarzt auf.


Sachkundenachweis 20/40

Im Landeshundgesetz NRW ist genau geregelt, welche Voraussetzungen HundehalterInnen erfüllen müssen, wenn sie einen "großen Hund" (20/40 Regel) bei sich aufnehmen möchten (LHundG § 11 Abs. 3) Das bedeutet, ist ein ausgewachsener Hund größer als 40cm Widerristhöhe oder schwerer als 20 kg muss dieser Nachweis vorliegen, zudem muss der Hund bei der zuständigen Behörde (Ordnungsamt) gemeldet werden.

Die Anmeldung des Hundes zur Hundesteuer reicht NICHT aus!

Der Fragenkatalog beinhaltet 110 Fragen in den drei Themenkomplexen Hundeerziehung (Teil A), medizinische Grundlagen (Teil B) und rechtliche Grundlagen (Teil C).
Von 30 vorgelegten Multiple-Choice-Fragen müssen 20 richtig beantwortet werden, um die Prüfung zu bestehen.

Bei einer Prüfung durch zugelassene Tierärzte in Nordrhein-Westfalen wird ein davon abweichender Fragenkatalog verwendet, der insgesamt 80 Fragen umfasst.

Hier könnt ihr ein paar Probefragen beantworten. (Danke an: http://www.roadsterspass.de/)

Fragebögen gibt es auch hier (www.tieraerztekammer-nordrhein.de)
und die dazugehörigen Lösungen.

Hier könnt ihr Online die Fragen üben - Viel Spaß beim Lernen!

( Vielen Dank an: web-based-teaching )


Tasso e.V.

Wir registrieren die Hunde bei Tasso e.V. dem Haustierzentralregister. Die Tassomarke erhalten sie meist 4 - 6 Wochen nach der Anmeldung bei Tasso.

Alle unsere Hunde sind gechipt. Sollte der Hund einmal weglaufen, kann durch die Transponder-Nr. des Chips der Eigentümer ermittelt werden und dieser wird von Tasso kontaktiert.
Die Nummer steht im EU Heimtierausweis.

logo

einfach auf das Tasso Logo klicken oder diesen Link kopieren:

https://www.tasso.net/online-registrierung


Krankenversicherung

Auch für den Hund gibt es mittlerweile Krankenversicherungen. Diese gibt es in den unterschiedlichsten Varianten. Erstattet werden z.B. Tierarztkosten für die ambulante und stationäre Behandlung von Krankheiten und Unfallfolgen bis zur Leistungs-grenze, Arzneimittel, selbst Impfung, Wurmkur, Floh-/Zeckenprophylaxe können beinhaltet sein.
Dies ist abhängig vom Anbieter und die gewählte Versicherung. Kosten ab 20€/Monat.

Ist eine Krankeversicherung notwendig?
Diese Frage ist schwer zu beantworten, es ist halt eine Versicherung für den Fall der Fälle und muss von jedem Hundehalter aufgrund seiner Situation selber beantwortet werden.
Anbieter hier sind zB. Agila Haustierversicherung AG, die Uelzener Versicherungen, Allianz, Petplan, etc.

OP-Versicherung

Eine weitere, abgespeckte Möglichkeit ist die OP-Versicherung. Hier werden alle Kosten für operative Eingriffe unter Narkose sowie deren Nachbehandlung bis zur Leistungsgrenze abgesichert, zudem ist meist auch ein Tierhalter-Rechtsschutz oder eine Rechts-Hotline inbegriffen.
Auch hier gilt, bitte informieren Sie sich bei Interesse.
Diese Versicherung gibt es schon ab 10€/Monat, natürlich auch hier abhängig vom Leistungsspektrum.

Für die meisten Versicherungen gilt ein Aufnahmestopp ab einem gewissen Alter des Hundes, bzw. die Kosten steigen mit dem Alter des Hundes an!

Sollten Sie Interesse an einer Versicherung haben, warten Sie nicht zu lange.