Die Sicherung Ihres Neuankömmlings

 

Ihr Schützling darf auf Reisen gehen! Nach teilweise langer Zeit im Tierheim, einem Leben auf der Straße und häufig negativen Erfahrungen mit Menschen, hat er nun das große Los gezogen: ein neues Zuhause in Deutschland wartet auf ihn. Bisher vom Leben enttäuscht, soll es jetzt der große Glücksgriff sein. Doch damit es wirklich die Reise ins Glück wird, müssen einige Vorkehrungen getroffen werden. Leider hören wir immer wieder von Auslandshunden, die noch am Tag der Ankunft das Weite suchen.

Meist, weil sie nicht ausreichend gesichert wurden. Wenn man sich in den Hund hineinversetzt, liegt es nahe: Eine lange Reise, ein neues Land, neue Menschen, neue Gerüche und teilweise Dinge die ihm Angst machen, da er sie einfach noch nicht kennt. Alle diese Eindrücke prasseln auf den Neuankömmling nieder. Da ist ein Reißaus, hat er doch bei Ankunft noch keine Bindung zu Ihnen, fast schon eine normale Reaktion.

Damit dies nicht passiert, möchten wir Ihnen im Vorfeld zeigen wie Sie Ihren Hund richtig sichern können. Das sollte immer mit Halsband und Geschirr geschehen. Indem ein und dieselbe Leine jeweils an Geschirr und Halsband befestigt wird, ist der Hund doppelt gesichert. Sollte er wirklich einmal den Rückwärtsgang einlegen und sich aus Halsband oder Geschirr befreien, kann man so schnell reagieren. Auf den Fotos sehen Sie, wie Sie mit einem Geschirr und einem Halsband die Sicherung Ihres Hundes vornehmen können.

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Eine weitere Möglichkeit ist der Kauf eines so genannten Panikgeschirres, welches einen zusätzlichen Gurt in der Taille aufweist und es den Hunden damit schwieriger macht, das Geschirr auf irgendeine Weise abzustreifen.

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Eine ebenso große Gefahr des weglaufens lauert in unseren Gärten. Der Garten kommt uns oft wie ein Schutzraum vor, ist er doch meist nicht einsehbar und durch einen Zaun und/oder große Pflanzen gesichert. Ein Hund, der Angst hat findet aber auch hier - wenn er will - irgendeine Lücke. Lassen Sie Ihren Hund daher die erste Zeit nicht ohne Beaufsichtigung oder gegebenenfalls ohne Leine in den Garten.

Das Aufheben der Sicherung sollte dann erfolgen, wenn Sie sicher davon ausgehen, Ihr Hund ist richtig „angekommen“. Dabei sollte stets gelten:

Lieber etwas länger doppelt sichern, als das Risiko des unerwarteten Ausbruchs einzugehen.