Die Erlaubnis nach § 11 TierSchG ist KEIN "amtliches Gütesiegel" oder "Zertifizierung", sondern bescheinigt das Vorhandensein von ausreichenden, fachlichen Kenntnissen und Fähigkeiten, sowie die erforderliche Zuverlässigkeit. Je nach Art der Tätigkeiten wird die Erlaubnis oftmals mit zahlreichen tierschuztrechtlichen aber auch tierseuchenrechtlichen Auflagen sowie Nebenbestimmungen erteilt.

Zweck des Tierschutzgesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen.
Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen (§ 1 TierSchG).

Für u.a. folgende Tätigkeiten bedarf man einer Erlaubnis/Genehmigung oder eines Sachkundenachweises nach den tierschutzrechlichen Vorschriften (§ 11 TierSchG:

Halten von Tieren in einem Tierheim....
Halten fon Tieren in einem zoologischen Garten.....
Verbringen/Einführen von Wirbeltieren, die nicht Nutztiere sind, zum Zwecke der Abgabe gegen Entgelt oder einer sonstigen Gegenleistung oder die Vermittlung der Abgabe solcher Tiere, die in das Inland verbracht oder eingeführt werden sollen oder worden sind......
Ausbilden von Hunden zu Schutzzwecken für Dritte bzw. der Unterhalt von Einrichtungen dafür.
Ausbilden der Tierhalter von Hunden für Dritte oder Anleitung der Ausbildung von Hunden durch den Tierhalter (z.B. Hundeschule)
uvm........................

Die Erlaubnis hat für Tierschutzorganisationen und Vereine die Transparenz vor der Behörde zur Folge. Auch müssen die verantworlichen Personen über die notwendige Sachkunde verfügen und die Zuverlässigkeit nachweisen. Ebenso muss eine solide finanzielle Grundlage der Tierschutzeinrichtung vorliegen.

Die Hunde müssen mit sog. TRACES (TRAde Control and Expert System) eingeführt werden. Dieses System ist ein Datenbanksysstem der EU, mit dem der gesamte Tierverkehr innerhalb der EU, sowie aus und in die EU lückenlos erfasst wird.
Ziel des Systems ist es, die Arbeit der Veterinärbehörden besser zu vernetzten, um zum Beispiel potenzielle Infektionsträger von Tierseuchen nach Ausbruch einer Tierseuche in anderen Beständen aufzufinden.

 

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